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Häufige Fragen zu Wasserfiltern

Kompakte Antworten auf die Fragen, die vor dem Kauf eines Wasserfilters am häufigsten gestellt werden – von der Filtertechnik über die Folgekosten der Filterkartuschen bis zur Pflege. Wählen Sie einen Themenbereich oder klappen Sie die Fragen einzeln auf.

Das hängt davon ab, was Sie stört. Deutsches Leitungswasser gehört zu den am strengsten überwachten Lebensmitteln, und der Wasserversorger haftet bis zur Hausübergabestelle. Danach entscheidet die Hausinstallation: alte Leitungen, lange Standzeiten, hohe Wasserhärte. Gegen Chlorgeschmack, metallischen Beigeschmack und Kalk im Wasserkocher ist ein Filter die naheliegende Lösung. Wer vor allem Flaschen sparen will, rechnet vorher die Folgekosten der Filterkartuschen gegen. Wann sich die Anschaffung lohnt und wann nicht, steht im Ratgeber Ist ein Wasserfilter sinnvoll?

Aktivkohle bindet Chlor sowie Geruchs- und Geschmacksstoffe an ihrer porösen Oberfläche; gelöste Salze bleiben im Wasser. Umkehrosmose – Wasser wird durch eine sehr feinporige Membran gepresst – geht weiter: Die Anlagen im Vergleich reduzieren laut Hersteller auch gelöste Stoffe (TDS-Wert), Nitrat und Blei. Dafür brauchen sie Platz, einen Anschluss und erzeugen Abwasser. Geht es Ihnen nur um den Geschmack, ist Aktivkohle die einfachere und günstigere Wahl. Alle vier Techniken im Überblick: Filtertypen im Überblick.

Zuverlässig nur, wenn er einen Ionenaustauscher oder eine Umkehrosmoseanlage enthält – beide gehen an die Härtebildner Kalzium und Magnesium: der Ionenaustauscher durch Ionentausch, die Umkehrosmose über eine feinporige Membran. Im Vergleich sind die Geräte mit Ionenaustauscher – drei Filterkannen und ein Untertischfilter – als „Aktivkohle + Ionenaustauscher“ gekennzeichnet, die Umkehrosmoseanlagen als „Umkehrosmose“. Ein Wasserhahnfilter trägt allein die Kennzeichnung „Ionenaustauscher“: Er entfernt die Härtebildner laut Hersteller nicht, sondern wandelt sie in eine weichere Form um – eine Rezension hat vor und nach dem Filtern gemessen und keine geringere Wasserhärte festgestellt. Reine Aktivkohlefilter und die beiden übrigen Wasserhahnfilter lassen die Wasserhärte laut Hersteller bewusst unverändert: Sie sollen den Geschmack verbessern, nicht enthärten. Klären Sie vor dem Kauf, welches der beiden Ziele Sie verfolgen. Ausführlich mit Härtebereichen und Kaffeemaschine: Kalk und Wasserhärte.

Eine Hohlfasermembran ist ein Bündel feiner Röhrchen mit sehr kleinen Poren – im Vergleich 0,1 µm bei einem Wasserhahnfilter und 0,01 µm bei einem Untertischfilter. Laut Hersteller halten sie damit auch Partikel zurück; beim Wasserhahnfilter mit 0,1 µm gibt der Hersteller zusätzlich eine Rückhaltung von bis zu 99,99 % der Bakterien an. Die Technik arbeitet allein mit dem Leitungsdruck, braucht also keinen Strom, erzeugt kein Abwasser und lässt die Mineralien im Wasser. Wie sich die Technik von Aktivkohle und Umkehrosmose unterscheidet, steht bei den Filtertypen.

Entscheiden Sie über Wasserbedarf und Aufwand. Eine Filterkanne fasst im Vergleich 2,4 bis 4,2 l und wird von Hand befüllt – genug für ein bis zwei Personen. Ein Wasserhahnfilter sitzt als Aufsatz auf der Armatur und liefert gefiltertes Wasser ohne Wartezeit. Auf- und Untertischfilter haben oft die höchste Literleistung je Filterkartusche, aber nicht automatisch die niedrigsten Folgekosten – eine Umkehrosmoseanlage braucht zusätzlich Abwasser und mehrere Filterstufen. Beide Bauformen verlangen Platz und eine Montage. Im Vergleich lässt sich die Liste nach Bauform filtern. Die vier Bauformen mit Stärken und Grenzen: Vier Bauformen im Überblick

Alles, was ohne Eingriff in die Installation auskommt: die Filterkanne, der Wasserhahnfilter als Aufsatz und der Auftischfilter, der über einen Adapter an die Armatur kommt. Ein Auftischfilter im Vergleich wird laut Hersteller ohne Bohren und ohne Klempner angeschlossen und ist ausdrücklich auch für Mietwohnungen und Wohnmobile vorgesehen. Untertischfilter brauchen Platz unter der Spüle und einen Anschluss an die Kaltwasserleitung – das klären Sie besser vorher mit dem Vermieter. Mehr dazu im Ratgeber Ist ein Wasserfilter sinnvoll?

Meist nicht. Die Untertischfilter im Vergleich werden laut Hersteller über Steckverbinder an ein vorhandenes Kaltwasserventil angeschlossen; ein Gerät gibt dafür weniger als 3 Minuten an. Eines fällt aus der Reihe: Es bringt eine eigene Armatur mit, und dafür ist ein 12-mm-Loch in Spüle oder Arbeitsplatte zu bohren. Rechnen Sie auch sonst mit Überraschungen: Bei einem Modell berichtet eine Rezension, dass die US-amerikanischen Anschlussgewinde einen zusätzlichen EU-Adapter nötig machten. Wer sich das nicht zutraut, nimmt eine Bauform ohne Installation.

Die meisten nicht. Filterkannen und Wasserhahnfilter arbeiten mit Schwerkraft oder Leitungsdruck, und die Untertischfilter im Vergleich kommen laut Hersteller ebenfalls ohne Strom aus. Einen Netzstecker braucht die Auftisch-Umkehrosmoseanlage, die laut Hersteller mit EU-Stecker geliefert wird. Anzeigen für den Kartuschenwechsel laufen je nach Gerät digital mit Batterie oder ganz ohne.

Rechnen Sie den Preis der Filterkartusche durch ihre Literleistung. Eine Kannenkartusche für 150 l, die 5 € kostet, ergibt gut 3 Cent je Liter. Eine Untertischkartusche mit 30.000 l Standzeit liegt selbst bei 40 € Kartuschenpreis unter 1 Cent je Liter. Der Kaufpreis des Geräts verteilt sich über Jahre – die Filterkartuschen zahlen Sie mehrfach im Jahr nach. Deshalb ist die Literleistung die wichtigere Zahl. Die vollständige Rechnung samt Beispiel für zwei Personen steht bei den Folgekosten je Liter.

Weil das Gerät einmal gekauft wird und die Filterkartusche immer wieder. Die Spanne im Vergleich ist groß: von 120 l bis 30.283 l laut Hersteller das rund Zweihundertfünfzigfache, je nach Gerät kombiniert mit einem Zeitintervall von 4 Wochen bis zu 24 Monaten. Genau deshalb sind die Folgekosten ein eigenes Bewertungskriterium mit 25 % Gewicht. Eine günstige Filterkanne kann über die Nutzungsdauer teurer werden als ein Gerät, das in der Anschaffung mehr kostet. Durchgerechnet im Ratgeber Folgekosten je Liter.

Teilen Sie Ihren Jahresbedarf durch die Literleistung. Ein Zwei-Personen-Haushalt, der täglich 4 l filtert, kommt auf rund 1.500 l im Jahr: Bei 150 l oder 4 Wochen je Kartusche sind das 13 Stück, bei 757 l oder 3 Monaten vier, bei 30.000 l oder 12 Monaten eine einzige zum Ablauf der Zeitgrenze. Achten Sie dabei auf die zweite Angabe, falls vorhanden – neun der vierzehn Geräte im Vergleich nennen neben der Literleistung auch ein Zeitintervall, dann gilt, was zuerst eintritt.

Es hängt am Kartuschensystem, nicht an der Marke. Das verbreitetste System ist MAXTRA von BRITA: Die BRITA Marella im Vergleich nutzt die eigene MAXTRA-PRO-Kartusche, für das System sind laut einer Rezension auch Nachbau-Kartuschen im Handel. Für Kannen mit anderer Bauart – etwa mit A5- oder eigenen Kartuschen – liegt uns keine Herstellerangabe zu Fremdkartuschen vor; prüfen Sie das vor dem Nachkauf beim Hersteller Ihres Systems. Was Drittkartuschen sparen und wo sie an Grenzen stoßen, steht bei den Folgekosten.

Nach Herstellerangabe, und zwar nach dem, was zuerst eintritt: Literleistung oder Zeitintervall. Im Vergleich reicht die Spanne von 4 Wochen oder 120 l bei einer Filterkanne bis zu 24 Monaten bei einer Untertisch-Membran bzw. 30.283 l bei einem Auftischfilter mit Aktivkohleblock. Das Zeitintervall ist dabei kein Vorschlag: Eine Kartusche, die länger feucht steht als vorgesehen, bietet Bakterien einen Nährboden. Die meisten Geräte im Vergleich haben deshalb eine Wechselanzeige – digital mit Countdown oder analog ohne Batterie. Schritt für Schritt erklärt im Ratgeber Filterkartusche wechseln.

Kürzer als ungefiltertes. Der Filter nimmt unter anderem Chlor heraus, und Chlor ist das, was Leitungswasser auf dem Weg durch das Rohrnetz keimarm hält. Verbrauchen Sie gefiltertes Wasser deshalb am besten am selben Tag, stellen Sie die Kanne kühl und füllen Sie lieber kleinere Mengen, dafür öfter. Was sonst noch gegen Keime hilft, steht beim Kartuschenwechsel.

Nötig ist es nicht, sinnvoll schon: Kühl vermehren sich Bakterien langsamer, und vielen schmeckt kaltes Wasser besser. Achten Sie dafür auf die Maße. Eine Kanne im Vergleich ist laut Hersteller auf gängige Kühlschranktüren ausgelegt, eine andere misst 25,4 × 13,4 × 25,5 cm und passt nicht in jede Tür. Der ehrliche Rahmen zum Thema Keime steht beim Kartuschenwechsel.

Filterkannen spülen Sie von Hand mit warmem Wasser und mildem Spülmittel; mehrere Modelle im Vergleich sind laut Hersteller spülmaschinengeeignet, der Deckel meist ausgenommen. Nehmen Sie die Filterkartusche vorher heraus. Fest angeschlossene Geräte werden nicht gereinigt, sondern bekommen eine neue Kartusche – bei einem Untertischfilter im Vergleich laut Hersteller per Dreh-Verschluss in 3 Sekunden. Die vollständige Pflegeanleitung steht beim Kartuschenwechsel.

Dafür wird es am häufigsten benutzt. Wenn Sie weicheres Wasser wollen, brauchen Sie einen Filter mit Ionenaustauscher oder eine Umkehrosmoseanlage: Beide reduzieren die Härtebildner, die sich sonst in Wasserkocher und Kaffeemaschine als Kalk absetzen. Aktivkohle allein nimmt Chlor und Fremdgeschmack heraus, die Wasserhärte bleibt unverändert. Für Maschinen mit eigenem Wassertank ist gefiltertes Wasser der übliche Weg, das Entkalken hinauszuzögern. Was für Kaffeemaschine und Wasserkocher zählt, steht bei Kalk und Wasserhärte.

Ja, dagegen spricht nichts. Beides tut Verschiedenes: Der Filter nimmt Geschmacks- und Geruchsstoffe auf, das Abkochen ändert daran nichts. Umgekehrt ersetzt kein Filter das Abkochen, wenn Ihr Wasserversorger oder das Gesundheitsamt ein Abkochgebot ausspricht – das gilt für das Wasser in der Leitung, unabhängig von der Bauform Ihres Filters.

Diese Frage beantworten wir bewusst nicht: Sie betrifft die Gesundheit eines Säuglings, und dafür sind Kinderarzt und der Hersteller der Nahrung zuständig, nicht ein Gerätevergleich. Was wir zum Gerät sagen können: Wenn Sie filtern, dann mit einer Filterkartusche innerhalb ihres Wechselintervalls und mit frisch gefiltertem Wasser. Auskunft über die Werte an Ihrer Hausübergabestelle gibt Ihnen Ihr Wasserversorger.

In aller Regel ja – Sie tauschen Kisten und Einwegflaschen gegen eine Filterkartusche alle paar Wochen bis Monate. Wie deutlich, hängt an der Literleistung: Eine Kartusche für 30.000 l ersetzt rechnerisch 20.000 Flaschen zu 1,5 l, eine für 150 l gerade einmal 100. Wer aus Umweltgründen filtert, sieht sich die Literleistung deshalb genauso an wie den Preis.

Das hängt am Hersteller. Manche bieten für gebrauchte Filterkartuschen einen Rückgabeweg an, andere nicht; verbindlich sagt Ihnen das nur der Hersteller Ihres Systems oder Ihr örtlicher Wertstoffhof. Über den Restmüll entsorgt, gehen Kunststoff und Aktivkohle verloren. Ein Punkt spricht dabei für sich: Je höher die Literleistung, desto weniger Kartuschen fallen überhaupt an.

Bauartbedingt fällt welches an – ein Teil des Wassers spült fort, was die Membran zurückhält. Die Auftischanlage im Vergleich gibt laut Hersteller drei Teile Reinwasser je einem Teil Abwasser an; je höher der erste Wert, desto weniger läuft in den Abfluss. Filterkannen, Wasserhahnfilter und Ultrafiltrationssysteme erzeugen kein Abwasser. Wenn es Ihnen nur um den Geschmack geht, ist das ein Argument gegen die Umkehrosmose.